Archiv der Kategorie: Allgemein

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2020: Börsenverein sucht Kandidat*innen | #Friedenspreis

Bürger*innen können bis 1. März 2020 Vorschläge einreichen / Bekanntgabe der Preisträger*in im Juni 2020 / Preisverleihung am 18. Oktober 2020 in der Frankfurter Paulskirche

Die öffentliche Ausschreibung für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2020 beginnt: Bürger*innen können ab sofort Kandidat*innen für die Auszeichnung vorschlagen. Der Einsendeschluss für die Vorschläge ist der 1. März.

Mit dem mit 25.000 Euro dotierten Preis würdigt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 1950 alljährlich das Schaffen einer „Persönlichkeit, die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat“. 2019 wurde der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Student*innen des Instituts für Buchwissenschaft der Universität Mainz hatten ihn als Kandidaten vorgeschlagen. 2018 erhielten die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und der Ägyptologe Jan Assmann den Preis, 2017 die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood.

Die Vorschläge mit Angaben zu Leistungen und Veröffentlichungen der Persönlichkeit können online, per E-Mail oder per Post eingereicht werden. Selbstvorschläge sind nicht möglich. Die Empfehlungen nimmt entgegen: Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Geschäftsstelle Friedenspreis, z. Hd. Martin Schult, Schiffbauerdamm 5, 10117 Berlin, E-Mail: m.schult@boev.de.

Im Frühjahr 2020 wählt der Stiftungsrat des Friedenspreises aus den Vorschlägen den oder die diesjährige Preisträger*in. Bekannt gegeben wird die Entscheidung im Juni 2020. Die Preisverleihung findet am 18. Oktober 2020 zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche in Frankfurt statt.

Weitere Informationen gibt es unter www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Deutscher Sachbuchpreis 2020: Verlage reichen 240 Titel ein | #DSP20

152 deutschsprachige Verlage schicken Titel ins Rennen um den ersten Deutschen Sachbuchpreis. Insgesamt 240 Sachbücher reichten die Verlage auf die Ausschreibung für das Sachbuch des Jahres 2020 ein. 124 Verlage haben ihren Sitz in Deutschland, 13 in Österreich und 15 in der Schweiz.

Jeder Verlag konnte maximal zwei Monografien einreichen, die zwischen Mai 2019 und April 2020 (Bekanntgabe der Nominierten) erschienen sind bzw. erscheinen. Darüber hinaus konnte jeder Verlag bis zu fünf weitere Titel aus dem eigenen Programm empfehlen. Diese Empfehlungsliste umfasst 152 Titel. Aus der Empfehlungsliste kann die Jury des Deutschen Sachbuchpreises weitere Titel anfordern.

Bei ihrer ersten gemeinsamen Sitzung haben die Jury-Mitglieder Dr. Kia Vahland (Süddeutsche Zeitung) als ihre Sprecherin benannt. Der Jury gehören außerdem an: Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (Mathematikum Gießen), Susanne Beyer (Der Spiegel), Dr. Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing und Kompanie, Chemnitz), Tania Martini (die tageszeitung), Helmut Mayer (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Emilia Roig (Center for Intersectional Justice).

Die Jury ermittelt den Siegertitel in zwei Auswahlstufen: Die Jurorinnen und Juroren stellen eine acht Titel umfassende Nominierungsliste zusammen, die sie am 21. April 2020 bekanntgeben. Aus dieser Auswahl küren sie das Sachbuch des Jahres. Die Bekanntgabe erfolgt im Rahmen der Preisverleihung am 16. Juni 2020 im Humboldt Forum im Berliner Schloss. Die Moderation übernehmen Katja Gasser (ORF) und René Aguigah (Deutschlandfunk Kultur).

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt die mit insgesamt 42.500 Euro dotierte Auszeichnung an ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro.

Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Unterstützer sind der Technologie- und Informationsanbieter MVB und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

Alle Informationen können abgerufen werden unter www.deutscher-sachbuchpreis.de

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Landgericht Wiesbaden: Rabattaktion von Ebay verstößt gegen Buchpreisbindung

Eine Rabattaktion auf preisgebundene Bücher der Online-Plattform Ebay im vergangenen Dezember verstieß gemäß einer Entscheidung des Landesgerichts Wiesbaden gegen das Buchpreisbindungsgesetz.

Ebay darf keine Rabatte beim Kauf preisgebundener Bücher anbieten. Das Landgericht Wiesbaden hat dazu auf Antrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels eine einstweilige Verfügung gegen die Online-Plattform erlassen. Ebay hatte am 8. Dezember 2019 auf seinem Marktplatz mit „10 Prozent Adventsrabatt“ geworben und diesen auch auf preisgebundene Bücher gewährt. Dies verstieß gemäß der Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden gegen das Buchpreisbindungsgesetz.

Die Online-Plattform hatte ihr Vorgehen unter anderem mit dem Argument verteidigt, dass sie selbst die rabattierten 10 Prozent des Kaufpreises gegenüber dem oder der Verkäufer*in ausgleiche. Diese*r erhalte deshalb den vollständigen gebundenen Kaufpreis. Das Landgericht Wiesbaden folgte jedoch der Argumentation des Preisbindungstreuhänders Prof. Dr. Christian Russ als anwaltlichem Vertreter des Börsenvereins. Danach sei es nicht entscheidend, dass der oder die Verkäufer*in den gebundenen Ladenpreis erhalte, sondern dass der oder die Käufer*in diesen entrichte. Mit dem Beschluss bestätigt zum wiederholten Male ein Gericht die Unzulässigkeit von Rabattaktionen im Zusammenhang mit preisgebunden Büchern.

„Die Entscheidung des Landgerichts Wiesbaden ist eine gute Nachricht für die Buchbranche gleich zu Jahresbeginn. Rabattaktionen wie die von Ebay sind eine Form des Preiswettbewerbs, der durch das Buchpreisbindungsgesetz gerade unterbunden werden soll. Der Gerichtsbeschluss verdeutlicht, dass sich auch die großen Online-Plattformen an die Buchpreisbindung halten müssen“, sagt Prof. Dr. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins.

Die Buchpreisbindung ist in Deutschland seit 2002 gesetzlich geregelt. Sie sorgt dafür, dass ein bestimmtes Buch an jeder Verkaufsstelle vor Ort oder im Internet denselben Verkaufspreis hat. Die positiven Effekte der Buchpreisbindung auf die Verbreitung von Büchern sowie die Qualität und Vielfalt des Buchangebots wurden jüngst durch unabhängige wissenschaftliche Studien belegt. Mehr dazu unter www.boersenverein.de/preisbindung   

Gegen die Entscheidung des Landgerichts kann Ebay Widerspruch einlegen.

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Buchmarkt 2019 mit Umsatzplus: „Relevanz des Buches ungebrochen“ | #buchmarkt2019

2019 ist der Umsatz mit Büchern in den zentralen Vertriebswegen um 1,4 Prozent gestiegen. Auch der Buchhandel vor Ort konnte leicht steigende Umsätze verzeichnen. Das größte Wachstum gab es beim Sachbuch und beim Kinder- und Jugendbuch.

Umsatz mit Büchern in zentralen Vertriebswegen um 1,4 Prozent gestiegen / Leicht steigende Umsätze auch im Buchhandel vor Ort / Größtes Wachstum beim Sachbuch und beim Kinder- und Jugendbuch

Positive Bilanz für das Bücherjahr 2019: Der Umsatz auf dem Buchmarkt stieg im vergangenen Jahr in den zentralen Vertriebswegen (Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inkl. Amazon, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhäuser, Elektro- und Drogeriemärkte) um 1,4 Prozent. Auch im Buchhandel vor Ort liefen die Geschäfte besser als in den Vorjahren. Er schloss mit einem leichten Umsatzplus von 0,5 Prozent ab. Das zeigt der Branchen-Monitor BUCH, der heute erscheint.

„2019 war für die Buchbranche ein gutes Jahr. Die positive Umsatzentwicklung zeigt: Die Relevanz des Buches in unserer Gesellschaft ist ungebrochen. In einem angespannten Wettbewerbsumfeld entwickeln Verlage und Buchhandlungen ihr Geschäft weiter. In allen Bereichen der Branche arbeiten wir an neuen Maßnahmen, um das Buch und das Lesen noch intensiver in den Alltag zu bringen. Besonders erfolgreich sind derzeit Sachbücher. Sie bieten Orientierung und verlässliche Informationen, um die gesellschaftlichen Entwicklungen besser verstehen zu können. Wir sind uns unserer wichtigen Rolle im Meinungsbildungsprozess bewusst und gehen mit ungebremster Buchbegeisterung ins neue Jahr“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Sachbücher verzeichneten 2019 mit 4,9 Prozent das größte Umsatzplus. Ebenfalls deutlich dazugewonnen haben Kinder- und Jugendbücher (+4,6 Prozent) und Ratgeber (+3,0 Prozent). Die weiterhin bedeutendste Warengruppe, die Belletristik, liegt mit minus 0,8 Prozent leicht unter dem Vorjahresergebnis. Rückläufig waren ebenso die Umsätze mit Reiseliteratur (-1,0 Prozent).

Der meistverkaufte Roman 2019 (Belletristik Hardcover) ist laut Media Control „Das Geschenk“ von Sebastian Fitzek. Auf Rang 2 folgt der Gewinnertitel des Deutschen Buchpreises 2019, „Herkunft“ von Saša Stanišić, den dritten Platz belegt Ferdinand von Schirachs „Kaffee und Zigaretten“. Die Sachbuch-Käufer*innen setzen auf bewährte Titel: Die drei Spitzentitel (Hardcover) von 2018 belegen erneut die Top-3-Plätze, lediglich in anderer Reihenfolge. Bas Kasts „Der Ernährungskompass“ steigt von Rang 3 auf Rang 1, „Kurze Antworten auf große Fragen“ von Stephen Hawking hält den zweiten Platz. Michelle Obamas Autobiografie „Becoming“ belegt Rang 3 (2018: Rang 1).

Die veröffentlichten Daten für die Vertriebswege Sortimentsbuchhandel, E-Commerce inkl. Amazon, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemärkte bieten eine erste Tendenzaussage für die Entwicklung des Buchmarkts 2019. Vollständige Buchmarktzahlen, die alle weiteren Vertriebswege (Verlage direkt, Versandbuchhandel, sonstige Verkaufsstellen, Buchgemeinschaften) sowie das Rechnungsgeschäft umfassen, liegen im Juni 2020 vor.

Der Branchen-Monitor BUCH wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels monatlich herausgegeben. Er basiert auf den Daten des Handelspanels von Media Control.

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E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden: Europäischer Gerichtshof stärkt faires Urheberrecht | #debk

Wer digitale Medien im Internet erwirbt, darf sie nicht weiterverkaufen – das hat heute der Europäische Gerichtshof entschieden. Die obersten europäischen Richter fällten ihr Urteil im Fall der niederländischen Plattform „Tom Kabinet“, die sich auf den Weiterverkauf von E-Books spezialisiert hat (Az. C-263/18). Der niederländische Verlegerverband hatte gegen diese Praxis geklagt. In Deutschland hatten in den vergangenen Jahren mehrere Gerichte den „Gebrauchthandel“ mit digitalen Büchern ebenfalls für rechtswidrig erklärt.

„Die deutliche Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ist ein großer Erfolg, denn sie sichert ein faires Urheberrecht. Kreativschaffende sind darauf angewiesen, für ihre Arbeit angemessen vergütet zu werden. Das Urteil ist somit ein wichtiges Zeichen für alle Rechteinhaber und Anbieter digitaler Medien und die gesamte Buch- und Kreativbranche. Es ermöglicht Verlagen und Händlern, weiter an innovativen Geschäftsmodellen mit digitalen Medien zu arbeiten, wovon letztlich die Verbraucher profitieren. Anders als physische Medien können digitale Inhalte praktisch unendlich vervielfältigt und weitergegeben werden, ohne sich jemals abzunutzen. Der Primärmarkt etwa für E-Books und Hörbücher würde komplett zerstört werden, wenn es einen legalen ‚Gebrauchtmarkt‘ für sie gäbe“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

In Deutschland hatten zwischen 2011 und 2015 drei Gerichte übereinstimmend den Weiterverkauf von E-Books als nicht vereinbar mit dem Urheberrecht eingestuft. In allen drei Fällen hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband gegen Online-Buchhändler geklagt, die per AGB den Weiterverkauf von E-Book- bzw. Hörbuch-Downloads ausschlossen. Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart (2011), das OLG Hamm (2014) und das Hanseatische OLG (2015) wiesen die Klagen jeweils ab. Der Börsenverein hatte die drei deutschen Verfahren auf Seiten der Online-Händler begleitet.


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Börsenverein zur PISA-Studie 2018: „Es ist höchste Zeit für einen bundesweiten Lesepakt“ | #PISA

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordert zur Bekanntgabe der Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie erneut eine bundesweite Strategie zur Leseförderung. Die Ergebnisse der Studie offenbaren große Defizite bei den Lese- und Schreibkompetenzen deutscher Schülerinnen und Schüler.

Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins:
Zum zweiten Mal haben wir es schwarz auf weiß – in Sachen Lesekompetenz gibt es in Deutschland immensen Nachholbedarf. Die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie zeigen: Es steht höchst kritisch um die Lesekompetenz von Schülern in Deutschland. Gleichzeitig bestätigen die Resultate die dramatischen Ergebnisse der IGLU-Studie 2016, die zeigen, dass viele Kinder bereits in der Grundschule große Defizite im Textverständnis aufweisen. Ein Fünftel kann nicht sinnentnehmend lesen. Dies setzt sich PISA zufolge in späteren Jahren ihres Bildungswegs eins zu eins fort. Die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern sind gravierend. Eine einheitliche bundesweite Strategie zur Leseförderung in Deutschland ist daher unabdingbar. Es ist höchste Zeit für einen Lesepakt, bei dem Politik, Bildungsinstitutionen sowie breite Teile der Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten – eine Aufgabe, die wir maßgeblich mitgestalten wollen.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Börsenverein gemeinsam mit der Autorin Kirsten Boie und dem PEN-Zentrum Deutschland im Rahmen der „Hamburger Erklärung“ von der Politik ein entschiedenes Handeln in der Leseförderung gefordert. Über 119.000 Unterstützer haben die Petition seither unterzeichnet. Die Forderung basiert auf den Ergebnissen der IGLU-Studie 2016, die feststellte, dass knapp ein Fünftel der Zehnjährigen in Deutschland nicht so lesen kann, dass der Text dabei auch verstanden wird. Im Dezember 2018 hatten die Partner die Petition an die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek sowie den damaligen Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz Hartmut Holter übergeben.

Seit der Übergabe der Hamburger Erklärung an die Vertreter der Politik ist nichts passiert. Wir können das Nichtstun von Seiten der Politik nicht hinnehmen: Mangelnde Lesekompetenz schmälert nicht nur die Chancen jedes einzelnen Schülers auf einen erfolgreichen Bildungs- und Berufsweg und fördert soziale Ungleichheit, sie vermindert auch die Möglichkeit, an gesellschaftlichen Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozessen teilzuhaben. Mehr denn je braucht unsere Gesellschaft jetzt und in Zukunft mündige und informierte Menschen, die politische Themen einordnen und Demokratie mitgestalten können“, sagt Skipis.

Kontakt für die Medien:

Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Thomas Koch, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0) 69 1306-293, eMail: t.koch@boev.de
Cathrin Mund, PR-Managerin
Telefon +49 (0) 69 1306-292, eMail: mund@boev.de


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Studie zur Onleihe in öffentlichen Bibliotheken: „Verlage und Autoren müssen fair entlohnt werden.“

Eine Studie des Börsenvereins und der GfK zeigt: Die Onleihe schmälert die Kaufbereitschaft buchaffiner und kaufkraftstarker Zielgruppen am Buchmarkt und liefert erstmals umfassende Marktdaten als Grundlage zum politischen Diskurs zur E-Book-Leihe.

Verlage und Autoren fordern faire Rahmenbedingungen für die Onleihe / Erstmals umfassende Studie zur Onleihe-Nutzung veröffentlicht / Grundlage für politischen Dialog zur E-Book-Leihe geschaffen

Die Onleihe schmälert die Kaufbereitschaft buchaffiner und kaufkraftstarker Zielgruppen am Buchmarkt. Das zeigt die Studie „Wer leiht was in Bibliotheken und insbesondere online? Ein 360°-Blick auf die Onleihe“, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels heute gemeinsam mit der GfK in Berlin vorgestellt hat. Mit der GfK-Studie hat der Börsenverein erstmals umfassende Marktforschungsdaten zu E-Book-Entleihern öffentlicher Bibliotheken vorgelegt.

Die Kernergebnisse der Studie im Überblick:

  • Insgesamt 2,6 Millionen Menschen leihen in Deutschland über die Onleihe digital Bücher und andere Medien aus, insgesamt 1,9 Millionen leihen E-Books.
  • Zwei Drittel der Onleihe-Nutzer sind unter 50 Jahre alt. Sie sind damit im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich jung. Außerdem sind sie überdurchschnittlich gut situiert und gebildet.
  • Onleihe-Nutzer gehören zwar zu den aktivsten Käufern am Buchmarkt, aber knapp die Hälfte kauft weniger oder gar keine Bücher mehr, seitdem sie das Angebot der Onleihe nutzen (45 Prozent bei gedruckten Büchern, 46 Prozent bei E-Books)
  • Der Großteil der Onleihe-Nutzer ist mit dem Umfang und der Aktualität des Angebots der Onleihe zufrieden.

Der Börsenverein und der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di ordnen die Ergebnisse ein.

„Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass die Onleihe-Nutzung unmittelbaren Einfluss auf den Buchmarkt hat. Um weiterhin ein breit gefächertes Angebot an Büchern und E-Books in Deutschland bereitstellen zu können, benötigen wir gerechte Lizenzregelungen. Die von Bibliotheken geforderten Ausnahmen vom Urheberrecht für die Onleihe, die sogenannten Schrankenregelungen, bieten keine faire Entlohnung für die Leistungen der Verlage und Autoren und sind für uns damit kein gangbarer Weg. Wir fordern stattdessen, dass Bibliotheken zukünftig so ausgestattet werden, dass sie unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten E-Books anbieten können“, sagt Nadja Kneissler, Vorsitzende des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins.

Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di ergänzt: „Eine der wichtigsten Aufgaben von öffentlichen Bibliotheken sehe ich in der Leseförderung für Kinder und Jugendliche. Insbesondere Stadtbibliotheken spielen für die Leseförderung eine zentrale Rolle. Um dieser Aufgabe auch mithilfe digitaler Bücher nachkommen zu können, braucht es vor allem eine auf digitale Leseförderung abgestimmte Strategie. Solange es um eine bloße Erweiterung des digitalen Bibliotheksangebots geht, ist nicht einzusehen, dass die Rechte von Autorinnen und Autoren beschnitten werden, insbesondere, wenn davon mehrheitlich finanzstarke, gebildete Mid-Ager profitieren.“

Hintergrund:

Die Bundesregierung will die rechtlichen Rahmenbedingungen für die E-Book-Leihe durch öffentliche Bibliotheken („Onleihe“) überprüfen. Ziel ist es, eine Regelung zu schaffen, die den Interessen der Nutzer, Autoren, Bibliotheken und Verlage gleichermaßen gerecht wird. Die Studie zur Onleihe bietet eine Grundlage für den von der Bundesregierung angekündigten Dialog und liefert Ansätze für nachhaltige Regelungen, die sowohl die Leistungen der Verlage als auch die der Autoren honorieren.

Mehr Informationen:

Die vollständige Studie ist ab sofort unter www.boersenverein.de/onleihe abrufbar.


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LARPzeit Nr. 66 – Larp und Geschichte | @Zauberfeder_ #LARP @larpzeit

Am 1. Dezember erscheint die neue LARPzeit #66, das Magazin für Live-Rollenspiel. Dieses Mal widmet sich das Titelthema der Verknüpfung von Larp und Geschichtswissenschaft. Ibrahim Karabed und Andrej Pfeffer-Perkuhn berichten als Wanderer zwischen den Welten, wie sich Wissenschaft, Geschichtsvermittlung, Schauspielerei und Spiel vereinen.

In den weiteren Artikeln geht es um die Verknüpfung von Escape Rooms und Live-Rollenspiel, spannende Konzepte, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen (Neuland, Zwieland-Saga), und um die Mitte des Jahres gegründete Nimmerland UG, die sich als kommerziell tätige Orga im Larp-Markt etablieren möchte. Zudem werden die Gewinner des diesjährigen FRED vorgestellt – des Larp-Preises, mit dem der Deutsche Liverollenspiel-Verband besonders innovative und schöne Larp-Konzepte auszeichnet.

Über das Magazin
Die LARPzeit – das Live-Rollenspielmagazin bietet seit 2003 umfassende Informationen rund um das Hobby Live-Rollenspiel und ist weltweit das älteste Fachmagazin zum Thema Larp. Zu den ständigen Rubriken gehören Veranstaltungsberichte, Rezensionen und Bastelanleitungen sowie Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene. Das Heft erscheint als Print-Magazin alle drei Monate.

Über den Verlag
Der 2005 gegründete Zauberfeder Verlag bietet gut recherchierte Sachbücher, Artbooks und spannende Literatur in anspruchsvoller Gestaltung aus den Bereichen Fantasy und Mittelalter. Mit seinen ausgefallenen Kochbüchern werden phantastische Welten geschmacklich zum Leben erweckt.

Weiterführende Links
Das Magazin: www.larpzeit.de
Auf Twitter: https://twitter.com/larpzeit

Der Verlag: www.zauberfeder-verlag.de
Der Verlags-Shop: www.zauberfeder-shop.de
Auf Facebook: www.facebook.com/zauberfederverlag
Auf Twitter: https://twitter.com/Zauberfeder_
Zauberwelten-Online: www.zauberwelten-online.de

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Zauberfeder GmbH · Annette Juretzki · Witzlebenstraße 2 · 38116 Braunschweig
Fax (0531) 208 27 17 · presse(at)zauberfeder.de · www.zauberfeder-verlag.de

Der 2005 gegründete Zauberfeder Verlag bietet gut recherchierte Sachbücher, Artbooks und spannende Literatur in anspruchsvoller Gestaltung aus den Bereichen Fantasy und Mittelalter. Mit seinen ausgefallenen Kochbüchern werden phantastische Welten geschmacklich zum Leben erweckt.

Ergänzend zu den Buchsparten gibt der Verlag das vierteljährlich erscheinende Magazin LARPzeit heraus – eine Fachzeitschrift für das Hobby Live-Rollenspiel – und die halbjährlich erscheinende Zeitschrift Zauberwelten mit dem Schwerpunkt der Phantastik als Hobby.


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„Mit Papier und Bleistift über die Wiesen“ | #Schreibwettbewerb

Aufruf zum 2. Schreibwettbewerb des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein

Nach der beeindruckenden Teilnahme schleswig-holsteinischer Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen am 1. Schreibwettbewerb 2017, mit überwältigenden 157 Beiträgen, ruft der Landesjagdverband nunmehr zu seinem 2. Wettbewerb auf.

Finanziert wird diese spannende Aktion dankenswerterweise von der Bingo! Umweltlotterie.

Um das Umweltbewusstsein und die Aktivität der jungen Generation zur Mitwirkung an der Gestaltung der Umwelt zu fördern, ist es notwendig, das Interesse der Kinder und Jugendlichen zu wecken und ihren Blick für diese Lebensbereiche zu schärfen.

Nicht zuletzt spielen die Umwelt und insbesondere auch der Wald eine große Rolle in der deutschen Literatur. Daher hat der Landesjagdverband in einem Pilotprojekt einen Literaturwettbewerb ausgeschrieben unter dem Motto „Mit Papier und Bleistift durch den Wald“. Mit diesem Wettbewerb wandte sich der Verband gezielt an Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassenstufen Schleswig-Holsteins.

Auch in unserem 2. Schreibwettbewerb, dieses Jahr mit dem Thema „Mit Papier und Bleistift über die Wiesen“, können wieder sowohl die Arbeiten von ganzen Klassenverbänden, als auch Einzelbeträge, die das Ergebnis von Wettbewerben innerhalb einer Klasse waren, eingereicht werden. Wir freuen uns wieder über fantasievolle Märchen, Kriminalgeschichten, Gedichte und Balladen, Elfchen oder spannende Kurzgeschichten. Einsendeschluss ist der 31.12.2019.

Ebenso wird abermals eine Jury alle eingereichten Beiträge aufmerksam lesen, viel diskutieren und die Preisträger küren.

Und natürlich darf auch die Prämierung der besten Werke nicht fehlen. Zu gewinnen gibt es für die besten drei Schulklassen eine Übernachtung im Erlebniswald Trappenkamp.

Wir freuen uns über eine lebhafte Teilnahme und sind schon sehr gespannt, welche Beiträge dieses Jahr präsentiert werden.

Ihre Ansprechpartnerin:

Sonja Graumann
Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
Böhnhusener Weg 6
24220 Flintbek

Tel.: 04347-9087-13
www.LJV-SH.de
schreibwettbewerb@ljv-sh.de


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E-Book-Markt leicht rückläufig: Erste drei Quartale 2019 bleiben hinter Vorjahr zurück | #debk #ebook

Absatz bei E-Books am Publikumsmarkt nimmt in ersten drei Quartalen um 3,9 Prozent ab / Umsatz sinkt um 0,6 Prozent / Käuferzahl steigt um 0,8 Prozent / Börsenverein meldet vierteljährlich E-Book-Zahlen

Verglichen mit dem sehr starken Vorjahreszeitraum ist der E-Book-Markt in den ersten drei Quartalen 2019 leicht rückläufig: Der Absatz von E-Books am Publikumsmarkt (ohne Schul- und Fachbücher) nahm im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2018 um 3,9 Prozent ab. Damit gingen nur noch 23,5 Millionen E-Books über die virtuelle Ladentheke. Zugleich fiel der Umsatz leicht um 0,6 Prozent und lag mit Stand September bei insgesamt 147,3 Millionen Euro. Damit entfielen in den ersten drei Quartalen 5,7 Prozent der Umsätze am Publikums-Buchmarkt auf E-Books.

Leicht gewachsen hingegen ist die Zahl der Käufer: Sie stieg um 0,8 Prozent. Die 3,1 Millionen Käufer der ersten drei Quartale 2019 legten dabei durchschnittlich 7,5 E-Books in den Warenkorb – 4,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der durchschnittlich bezahlte Preis steigt weiterhin leicht an und erreicht nach den niedrigen Werten von 2018 wieder das Niveau von 2017: Käufer zahlten 3,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und gaben damit durchschnittlich 6,28 Euro für ein E-Book aus.
 
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment vierteljährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 20.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,1 Mio. Menschen. Erfasst werden alle Käufe einzelner E-Books ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro.

Die Quartalszahlen sind als Infografiken auch unter www.boersenverein.de/ebook-markt zu finden.


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